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Der Wald als Klimaanlage

01 Jul 2019
(lid.ch) – An der Delegiertenversammlung von Wald Schweiz gaben die Zusammenhänge zwischen Klima und Wald zu reden.

Der Wald sei Retter und Opfer zugleich, schreibt Wald Schweiz in einer Medienmitteilung. Derzeit spenden die Bäume in der Hitzewelle Schatten. Zudem kühlen die Bäume die Luft, weil jeder an manchen Tagen mehrere 100 Liter Wasser verdunstet. Und gleichzeitig entziehen die 500 Millionen Bäume in der Schweiz der Luft tonnenweise Treibhausgase.

Der Klimawandel setzte dem Wald in den letzten Jahre aber massiv zu (lesen Sie dazu den Artikel "Der Schweizer Wald leidet" im LID-Mediendienst). Winterstürme, Sommerhitze und Trockenheit haben dazu geführt, dass hunderttausende Bäume gestorben sind. In vielen Wäldern herrsche Ausnahmezustand, so Wald Schweiz.

Beitrags-Reform

An der Jahresversammlung beschlossen die Delegierten die Reform der Mitgliederbeiträge. Der Dachverband, seine Kantonalverbände und etliche Gemeinschaftswerke und -projekte werden über eine fixe Abgabe auf dem geernteten Holz finanziert. Bisher wurde diese lediglich auf das Sägerundholz erhoben, zu einem Franken pro Kubikmeter. Neu gilt ein tieferer Abgabesatz von fünfzig Rappen auf alle geernteten Holzsortimente, inklusive Energie- und Industrieholz. Der Verband erhofft sich, so die Einnahmen stabilisieren zu können, da immer weniger Sägerundholz, dafür mehr Energieholz geerntet wird.

Zudem wurde über einen gesamtschweizerischen Gesamtarbeitsvertrag Forst diskutiert. Mit einer Statutenanpassung wurde ermöglicht, dass sich Wald Schweiz an allfälligen Verhandlungen als tariffähiger Arbeitgeberverband beteiligen kann.