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Agroscope: Trinkwasser-Initiative kontraproduktiv

14 Jun 2019
(lid.ch) - Die heute veröffentlichte Studie zur Agroscope zeigt, dass die Trinkwasserinitiative die gewünschte Wirkung nicht erzielen würde.

Die eidgenössische Forschungsanstalt Agroscope hat sich in ihrer heute veröffentlichten Studie mit den ökonomischen und agrarstrukturellen Folgen der Trinkwasserinitiative befasst. Um alle Eventualitäten miteinzubeziehen, rechneten die Autorenschaft mit 18 verschiedenen Szenarien.

Die Modellrechnungen bestätigen, dass mit der Trinkwasserinitiative eine grosse Zahl von Betrieben aus dem ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN), der die Grundanforderung für den Erhalt der Direktzahlungen darstellt, aussteigen würden. Vor allem bereits heute eher intensiv wirtschaftenden Betriebe stiegen aus und intensivierten ihre Produktion weiter. Eher extensive Betriebe verblieben hingegen im ÖLN. Sie würden aufgrund der neuen strengen Anforderungen ihre Produktion noch weiter zurückfahren.

In allen Szenarien sinkt die Bruttokalorienproduktion aus dem Pflanzenbau massiv, im extremsten Fall um -38 Prozent, im Durchschnitt um -25 Prozent. Ebenso geht der Selbstversorgungsgrad um bis zu 22 Prozent zurück. Die Produktion von Lebensmitteln würde damit noch stärker ins Ausland verlagert.