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Universität Zürich will transgene Pflanzen testen

13 Mai 2019
Von Echtem Mehltau befallene, nicht-transgene Gerste im Gewächshaus. (UZH)
(lid.ch) - Pflanzenforschende der Universität Zürich wollen transgene Mais- und Gerstenlinien im Freiland prüfen.

Pflanzenforschende der Universität Zürich haben transgene Mais- und Gerstenlinien entwickelt, die dank dem Lr34-Resistenzgen aus Weizen widerstandsfähiger gegen mehrere Pilzkrankheiten sind. Das haben Versuche im Labor und im Gewächshaus gezeigt. Nun wollen die Forschenden die Resistenzwirkung im Freiland testen: am Agroscope-Standort in Zürich-Reckenholz. Ein entsprechendes Gesuch wurde beim Bundesamt für Umwelt eingereicht. Die Durchführung des Versuchs ist von Frühling 2019 bis Herbst 2023 vorgesehen.

Das Resistenzgen Lr34 werde weltweit seit mehr als einem Jahrhundert intensiv in der Zucht und dem Anbau von Weizen genutzt, heisst es in einer Mitteilung der Universität Zürich. Trotzdem habe sich die Pilzerreger bisher noch nicht an die Resistenz angepasst. Primäres Ziel der geplanten Feldversuche sei es, die Funktion und Wirksamkeit von Lr34 besser zu verstehen. Konkret soll die Schutzwirkung getestet werden: beim Lr34-Mais gegen die Blattfleckenkrankheit und den Maisbeulenbrand und bei der Lr34-Gerste gegen den Zwergrost und den Echten Mehltau.