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Agrarinitiativen: Zustimmung sinkt

12 Sep 2018
(lid.ch) – Bei den beiden Agrarinitiativen zeichnet sich ein klarer Nein-Trend ab. Das zeigt eine Umfrage der Mediengruppe Tamedia.

Die Befürworter der Agrarinitiativen fallen zurück: Zur Fair-Food-Initiative sagen nur noch 43 Prozent Ja, bei der Volksinitiative "Für Ernährungssouveränität" sind es noch 39 Prozent, wie eine Tamedia-Umfrage zeigt. Bei einer Umfrage vor einem Monat hat sich noch eine deutliche Mehrheit für die beiden Agrarinitiativen ausgesprochen.

Zum Umschwung beigetragen haben laut Tamedia unter anderem CVP-Wähler: Ihre Unterstützung schmolz von 53 Prozent auf 36 Prozent zusammen. Bei der SVP unterstützen noch 29 Prozent die Vorlage. Weiterhin klar für Fair Food sprechen sich SP-Sympathisanten (66 Prozent Ja) sowie Wähler der Grünen aus (87 Prozent Ja).

Einen deutlichen Einbruch muss auch die Initiative "Für Ernährungssouveränität" verzeichnen. Hier wollen noch 39 Prozent zustimmen. 59 Prozent lehnen die Vorlage derzeit ab. Laut der Tamedia-Abstimmungsumfrage hat das Volksbegehren besonders bei der SVP-Wählerschaft an Sympathien eingebüsst. Noch 33 Prozent wollen Ja stimmen. Am meisten Unterstützung gibt es aus der SP mit 55 Prozent sowie bei den Grünen mit 77 Prozent Ja. Deutlich dagegen sind neben den SVP-Wählern auch die Anhänger von FDP, CVP, BDP sowie GLP.

Das wichtigste Argument gegen die Fair-Food-Initiative ist gemäss Umfrage, dass die Lebensmittel in der Schweiz noch teurer würden und der Einkaufstourismus zunähme. Bei der "Ernährungssouveränität" ist es das Argument der "Abschottung der Landwirtschaft vom Markt", das die Nein-Stimmenden überzeugt. 

Bei den Befürwortern punktet "Fair Food" damit, dass es mehr umweltschonende und fair produzierte Lebensmittel im Angebot gäbe, während das Hauptargument bei der "Ernährungssouveränitäts"-Initiative die "gerechtere Entlöhnung der Bauern" ist.